Undercurrents – Forum für linke Literaturwissenschaft fragt nach dem Verhältnis von Literatur, Literaturwissenschaft und emanzipatorischen Bewegungen.

Nr. 16 (2021): Die Fäden neu verknüpfen. Linke Narrative für das 21. Jahrhundert

Release zur Ausgabe 16 "Die Fäden neu verknüpfen - Linke Narrative für das 21. Jahrhundert"

24-06-2021

Es war einmal irgendwann in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts, da hörten die großen Erzählungen auf zu sein, die Jahre gingen in die Welt und zurück blieb die eine Geschichte, dass es nun tatsächlich keine anderen Geschichten mehr gäbe...

Am Sonntag, den 11.07., um 17 Uhr laden wir herzlich ein zur Releaseparty der 16. Ausgabe von Undercurrents - Forum für linke Literaturwissenschaf auf zoom!

Die Ausgabe "Die Fäden neu verknüpfen - Linke Narrative für das 21. Jahrhundert" ist aus einem inspirierenden Workshop in Kooperation mit dem Literaturforum im Brecht-Haus hervorgegangen und beinhaltet zehn spannende Beiträge. Wir wollen diese am 11.07. kurz vorstellen, reflektieren/kritisieren und vor allem feiern!

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Bei Interesse schickt uns einfach eine Mail an undercurrentsforum@gmx.de, wir lassen euch dann die Zugangsdaten für das Online-Meeting zukommen.

CfP: Literatur lehren

23-06-2020

Die Redaktion bittet bis zum 31. Juli 2020 um Vorschläge für Beiträge zum Thema (Abstracts für z. B. Aufsätze, Essays, Interviews, Rezensionen, Polemiken) an unsere E-Mailadresse undercurrentsforum@gmx.de.

02 Apr Solidarisch durch die Krise. Prekäre Wissenschaft in der Pandemie

03-04-2020

Veröffentlicht um 14:46h in Aktuelles, Positionen by Mittelbau Team

Stellungnahme des Netzwerks für Gute Arbeit in der Wissenschaft (NGAWiss) 

  Das Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft unterstützt die aktuelle Forderung nach einem Nicht- beziehungsweise Flexi-Semester im Sommersemester 2020, wie sie in einem von fast 11.000 Wissenschaftler*innen unterzeichneten offenen Brief (https://www.nichtsemester.de/cbxpetition/offener-brief/) angestoßen wurde. Dabei erscheint uns die genaue Bezeichnung weniger relevant als die Anerkennung der Tatsache, dass in der derzeitigen Situation eines gesamtgesellschaftlichen Shutdowns auch der Betrieb an Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Sommersemester 2020 nicht einfach weiterlaufen kann wie bisher. Ebenso befürworten wir den Forderungskatalog zur Corona-Krise der Hochschulgewerkschaft unter_bau  vom 21.03.2020 (https://unterbau.org/2020/03/30/gegen-unsicherheit-in-der-corona-krise/). Wir möchten die dadurch angestoßene Diskussion aufgreifen und vertiefen. 

CFP: Der Gebrauch der Literatur

20-11-2019

Wenn Literatur einen Tauschwert hat – durch ihre Produktion für den Markt – und angesichts ästhetischer Normen einen symbolischen Wert, dann muss es auch einen Gebrauchswert der Literatur geben.

Flugblatt anlässlich des 26. Germanistentags 2019 in Saarbrücken

16-09-2019

Entfristete Stellen für alle – nicht Tenure für wenige!

Zur Kritik einer Tendenz (nicht nur) im Germanistenverband

Es ist zu begrüßen, dass ein Heft des Germanistenverbandes (2/2018) dem Schwerpunkt ‚prekärer Mittelbau‘ gewidmet wurde – und mehr noch, dass der Verband sich dazu positionieren möchte. Dies ist angesichts der Selbstverpflichtungen der Verbände anderer Fächer überfällig. Zudem unterstützt der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V. (VHD) und mit ihm fünf weitere Fachverbände die Kampagne „Frist ist Frust“ (http://frististfrust.net/unterstuetzerinnen). Sie fordert, aus Mitteln des seit diesem Jahr verstetigten Hochschulpaktes finanzierte Stellen generell zu entfristen. Schon in der Einleitung des Schwerpunktes in den Mitteilungen deutet sich jedoch eine Tendenz an, dem Problem der massenhaften Befristung von Stellen an Hochschulen (über 90% des Mittelbaus, über 80% inkl. Professor*innen; in anderen Berufen unter 10%) in erster Linie mit einem Ausbau von Professuren mit Tenure Track und einer Reduktion von Stellen zu begegnen. Das hieße, dass „Stellen für Promovierte relativ knapp wären, aber mit einer Perspektive auf Verstetigung ausgestattet würden, die – im Falle weiterer hervorragender Leistungen – mit kalkulierbarer Sicherheit auch eintritt.“ (Mitteilungen 2/2018, 121)

Eine solche Verknappung von Stellen würde mit einer starken Arbeitszeiterhöhung und/oder Arbeitsverdichtung einhergehen – bei schon weit überdurchschnittlichen Arbeitszeiten. Die einzige Alternative wäre eine massive Reduktion der unter der Regierung Merkel deutlich erhöhten Studierendenzahlen (von 37% eines Jahrgangs 2007 auf 58,5% 2013, https://de.statista.com/statistik/daten/studie/221/umfrage/anzahl-der-studenten-an-deutschen-hochschulen). Damit aber würde Deutschland einen Sonderweg jenseits aller transnationalen Tendenzen beschreiten. Zudem würde Wissen nicht in demokratischer Weise möglichst vielen Menschen zugänglich gemacht, sondern künstlich verknappt. Angemessen wäre stattdessen eine Öffnung des Wissenschaftssystems für sozial weniger privilegierte Gruppen. Eine solche ging mit der Steigerung der Studierendenzahlen keineswegs einher. Gerade Professor*innen (und interessanterweise mehr noch Juniorprofessor*innen) entstammen weit überdurchschnittlich den obersten sozialen Klassen (vgl. Christina Möller, Herkunft zählt (fast) immer. Soziale Ungleichheiten unter Universitätsprofessorinnen und -professoren. Weinheim u.a. 2015).

Professuren mit Tenure Track sind aus zwei Gründen keine Lösung: Erstens wird dadurch der Weg zu einer entfristeten Stelle zwar kalkulierbarer, nicht jedoch in jüngerem Alter erreichbar. Denn das Alter beim Abschluss der Promotion liegt derzeit in den Sprach- und Kulturwissenschaften bei durchschnittlich 36 Jahren. Werden nun im Anschluss eine postdoktorale Beschäftigung von 1,5 (Mitteilungen, 120) bis 2 Jahren (Tenure Track-Programm des Bundesministeriums) als Voraussetzung für eine 6-jähige Tenure Track-Phase mit zwei Evaluationen bis zur Berufbarkeit gefordert, so bleibt alles beim Alten: Professuren können im Schnitt mit Mitte 40 erlangt werden. Zweitens trägt, wie in den Mitteilungen angemerkt, die „Konzentration auf die Professur (…) wesentlich zur problematischen Struktur akademischer Karrierewege bei“ (Mitteilungen, 125). Deutlich vielversprechender ist daher der Ausbau eines Pools an entfristeten Mittelbaustellen mit einem Lehrdeputat von höchstens 8 SWS. Wir plädieren dafür, über die Forderung in den Mitteilungen hinaus nicht ein Drittel aller Stellen zu entfristen, sondern wie in anderen Staaten (Skandinavien, Großbritannien, Frankreich) in weitaus stärkerem Maße üblich alle Stellen nach der Promotion. Damit würde mit ca. Mitte 30 eine Perspektive auf den Verbleib im Wissenschaftssystem eröffnet und zugleich ein verbindlicher Stellenpool eingerichtet, der eine weitere Verschlechterung der Betreuungsrelation aufzuhalten und Arbeitsüberlastung zu reduzieren vermag.            

Gegen deutsche Sonderwege – Entfristung für alle nach der Promotion!

Undercurrents – Gruppe gegen Prekarität, September 2019

Unterstützt vom Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft (NGAWiss), https://mittelbau.net

CfP: Die Literatur der Novemberrevolution, 1919-2019

22-03-2019

Undercurrents – Forum für linke Literaturwissenschaft veranstaltete Anfang März einen Workshop und eine Podiumsdiskussion zum 100. Jahrestag der Novemberrevolution 1918/19. Die 13. Ausgabe der Zeitschrift schließt daran an.

Programm und verlängerte Anmeldefrist: Literatur der Novemberrevolution, 1919-2019 – Workshop und Podiumsdiskussion

16-02-2019

Samstag, 2. März 2019, 14-21 Uhr, aquarium, Skalitzer Str. 6, 10999 Berlin

Mit den Referent_innen Christoph Kapp, Bernd Langer und Eva von Redecker

Welche Formen literarischen Aktivismus gab es während der Novemberrevolution? Wer waren die Akteur_innen? Wie können der literarische Aktivismus während der Novemberrevolution und die Erinnerung der Novemberrevolution zu einer Reaktivierung emanzipatorischer Potentiale beitragen?