Versöhnung mit der »Krankheit, die Familie heißt« Sasha Marianna Salzmanns Debütroman Außer sich

Hauptsächlicher Artikelinhalt

Filippo Smerilli

Abstract

2012 sah ich zufällig das Stück Beg your Pardon von der mir bis dahin unbekannten Sasha Marianna Salzmann in einer Aufführung am Ballhaus Naunynstraße in Berlin. Das aus dem Drama sprechende politische Bewusstsein hatte mich neugierig gemacht, und ich fragte mich, wer diese kritische und engagierte Autor_in (zum „Zweifel“ der Autor_in am „richtigen Personalpronomen“ und der Möglichkeit, beide zu verwenden, vgl. den Essay „Ibneler Burada“, Salzmann 2016c: S. 213 sowie S. 207 – ich verwende im Folgenden das Femininum und die Endung „_in“) war und ob sie noch mehr geschrieben hatte. Ich fand und las zuerst die Theaterstücke Weißbrotmusik, Satt, Muttersprache Mameloschn und Schwimmen lernen und dann viele verstreut erschienene kleinere Texte. Die in den Dramen formulierte Gesellschaftskritik, die Reflektiertheit und die teilweise aggressive Energie und wütende Kraft ihrer Sprache begeisterten mich. Damit wurde Sasha Marianna Salzmann diejenige Autor_in, durch deren Texte ich zum ersten Mal mit ‚postmigrantischer Literatur‘ in Berührung gekommen bin und sie wertschätzen lernte.

Artikel-Details

Zitationsvorschlag
Smerilli, F. (2018). Versöhnung mit der »Krankheit, die Familie heißt«: Sasha Marianna Salzmanns Debütroman Außer sich. Undercurrents ~ Forum für Linke Literaturwissenschaft, (11). Abgerufen von http://open-journal-systems.de/index.php/undercurrents/article/view/79
Rubrik
Rezension